Das elektrische Reizleitungs-System


Das Herz setzt sich weitgehend aus Muskelgewebe zusammen. Ein Netzwerk aus spezialisierten Muskelfasern bildet das Reizleitungs-System und koordiniert die Kontraktion und Erschlaffung der Muskelfasern und erzeugt eine wellenartige Pumpaktion des Herzens mit sehr hoher Effizienz.

Diese speziellen Muskelfasern werden von Reizleitungszentren gesteuert und funktionieren autonom (unabhängig) vom übrigen Nervensystem des Körpers. Sie können nur vom vegetativen System (Sympatikus und Parasympatikus) beeinflußt und modifiziert werden.


Reizleitungszentren:


Sinusknoten

Der Sinusknoten ist der natürliche Schrittmacher des Herzens. Er liegt im dem Bereich des rechten Vorhofes, wo die obere Körpervene einmündet. Er sendet die Impulse selbständig aus, die die Schlagfolge des Herzens steuern. Diese Impulse breiten sich entlang der Reizleitungsbahnen durch die Vorhöfe aus und führen schließlich zu einer koordinierten Kontraktion von Vorhof und Kammer. Der Sinusknoten erhöht in Reaktion auf die Bedürfnisse des Körpers automatisch die Herzfrequenz und erhält seine Informationen vom Gehirn und den Zentren, die für die Kreislaufregulierung zuständig sind.

Der Sinusknoten gibt im Ruhezustand selbständig 60 - 80 Impulse/min ab und leitet diese an den AV-Knoten weiter.


Atrio-Ventrikular-Knoten (AV-Knoten)

Die Impulse, die vom Sinusknoten ausgesendet werden, wandern weiter zum AV-Knoten, der in der Region des rechten Vorhofes liegt, die nahe an der Trikuspitalklappe liegt. Der AV-Knoten überträgt die Signale an die Wände der Ventrikel. Er leitet die vom Sinusknoten kommende Impulse an das His'sche-Bündel weiter.
Bei Ausfall des Sinusknotens kann er noch einen Rythmus von 40-60 Erregungen/min aufbauen.


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